Marc Henrichmann: Clips halfen dem Handel durch die Pandemie

Henrichmann bei Lokal-at-home: "Projekt, das Mut macht"

 

Beeindruckt von der Idee „Lokal-at-home“ zeigte sich Marc Henrichmann (l.). Harald Wehmeyer berichtete, wie es mit dem virtuellen Marktplatz weitergeht. Foto: Büro Marc Henrichmann

 

Clips halfen dem Handel durch die Pandemie

Henrichmann bei Lokal-at-home: „Projekt, das Mut macht“

Dülmen. Trotz aller Wirtschaftshilfen, Corona hat gerade den Handel schwer getroffen. Zwei Dülmener Unternehmer resignierten nicht, sondern packten für die Stadt das Thema an. Einen „großen Willen, etwas zu tun“ und „viel Hoffnung“, hatte der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann bei seinem Besuch des Produktionsstudios von „Lokal-at-home“ Anfang Februar festgestellt. Nun schließt das Studio im Kolpinghaus. Der CDU-Politiker nahm dies zum Anlass, mit den Machern ein Fazit zu ziehen und zu erfahren, wie es mit dem „virtuellen Marktplatz“ weitergeht.

Gute Ideen aus dem Wahlkreis nach Berlin zu transportieren, ist eines der Anliegen des Parlamentariers. Und eine solche Idee fand er in Dülmen. Die „positive Stimmung selbst mitten im Lockdown“ beeindruckte ihn sehr. „Lokal-at-home“ habe dem Handel durch die Pandemie geholfen, betonten Harald Wehmeyer von der Werbeagentur Wehmeyer + Team und Klaus Göckener von MP Veranstaltungstechnik. Viele Kaufleute und Dienstleister nutzten die Chance, vor der Kamera sich und ihre Produkte zu präsentieren. In 82 Sendungen von Mitte Februar bis Ende Mai probierten sie zum Beispiel Fitnessgeräte aus oder verlegten live Laminatboden. Das Publikum daheim konnte direkt online bestellen, Dülmen Marketing lieferte aus.

Über 85.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen die Streamingbeiträge auf www.lokal-at-home.de, 10.000 waren es allein bei einem virtuellen verkaufsoffenen Sonntag. Sie werden auch künftig nicht auf lokale Angebote verzichten müssen. „Raus aus dem Studio, rein an den Ort des Geschehens“, lautet Wehmeyers Motto. Das Team plant Videodrehs direkt in den Geschäften. Influencer sollen auf Shoppingtour gehen und in den Läden Produkte vorstellen, die Kunden dann per Klick direkt in ihren virtuellen Einkaufswagen laden.

Mit zunehmenden Lockerungen nahm der Anteil der Einzelhändler-Clips ab. Dafür gingen Talkshows, kulturelle Veranstaltungen oder städtische Infoveranstaltungen über den Sender. So profitierte die Stadt insgesamt: „Dülmen hat durch Lokal-at-home überregional Aufmerksamkeit gewonnen“, freute sich Wehmeyer. „Ein sehr nachahmenswertes Konzept, das Mut macht. Hier wird deutlich, was Mittelstand und eine Stadt gemeinsam auch in schwierigen Zeiten erreichen können“, fand Henrichmann – der sich nicht darüber wunderte, dass sich bereits andere Kommunen für das Projekt interessieren.

 

Beeindruckt von der Idee „Lokal-at-home“ zeigte sich Marc Henrichmann (l.). Harald Wehmeyer berichtete, wie es mit dem virtuellen Marktplatz weitergeht. Foto: Büro Marc Henrichmann

 

Quelle: marc-henrichmann.de, Marc Henrichmann 22.06.2021

Tags: Presse

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